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Wer auffährt, hat Schuld? Stimmt nicht!

Sonntag Okt 5, 2008
Wer auffährt, trägt die Schuld". Dieser Satz hat sich vielen Köpfen verankert, stimmt so aber gar nicht! Denn nicht immer muss der Auffahrende wirklich Schuld sein. Vielmehr wird dies demjenigen zu Lasten gelegt, der gegen die Verkehrsregeln verstoßen und so den Unfall verursacht hat.

Das kann durchaus auch der Vordermann gewesen sein, wenn er z. B. unerwartet und ohne ersichtlichen Grund bremst und so den Auffahrunfall provoziert. Die häufigsten Ursachen für Unfälle dieser Art sind zu hohe Geschwindigkeiten und zu geringe Sicherheitsabstände. In solchen Fällen halten sich natürlich meist beide Parteien für unschuldig und vor Gericht muss dann die Haftungsquote festgelegt werden. Diese entscheidet, ob nur eine Partei für den Schaden aufkommen muss oder sich beide in die Kosten teilen.

Wer also ohne begründeten Anlass plötzlich bremst und so für einen Auffahrunfall sorgt, muss die Schuld nicht auf den Auffahrenden schieben. Schlechte Karten für alle, die der Meinung sind ihren Hintermann erziehen zu müssen, indem sie überraschend bremsen. Dann drohen nämlich nicht nur Bußgeld und Punkte, sondern auch noch ein Zivilverfahren.

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