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Gesetzliche Krankenversicherung: Milliardenloch im kommenden Jahr

Donnerstag Jul 30, 2009
Es ist der Zustand, vor dem bereits seit einiger Zeit gewarnt wird: Die gesetzlichen Krankenkassen kommen mit dem festgesetzten Budget nicht aus und 2010 droht deshalb ein gigantisches Finanzloch von elf Milliarden, das flächendeckend  Zusatzbeiträge fordern wird. Verantwortlich dafür soll vor allem die steigende Arbeitslosigkeit sein.

Laut DAK-Chef Herbert Rebscher dürften bald maximal 36,75 Euro pro Monat zusätzlich fällig sein. Der GKV-Spitzenverband und der AOK-Bundesverband werten Rebscher`s Aussage allerdings ab und betonen, dass sie bereits in den vergangenen Wochen vor baldigen Zusatzbeiträgen gewarnt haben. Gesundheitsministerin Schmidt verweist auf GKV-Überschüsse von 1,4 Milliarden im letzten Jahr und behauptet, dass die Krankenkassen gut aufgestellt seien.

Herr Rebscher sieht das allerdings anders. Seiner Ansicht nach sind die Kassen finanziell schlecht ausgestattet und werden deshalb im kommenden Jahr zu kämpfen haben. Auf Kosten der Versicherten.

Die gesetzliche Krankenversicherung.

Neues Tarifsystem für die gesetzliche Krankenversicherung?

Donnerstag Mai 21, 2009
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung fordert eine neue Tarifstruktur in der Krankenversicherung und damit eine Rückkehr zur Vergütung von Einzelleistungen. Vorstandschef Andreas Köhler sagte, dass die derzeit gesetzlichen Grundlagen die freie Arztwahl aushebeln und die Versorgung ungerechter machen würden. Die KBV schlägt deshalb neue Arten von Kollektivtarifen im Gesundheitssystem vor.

Versicherte sollen dabei die Wahl zwischen drei Tarifen haben. Der erste Tarif entspricht der heutigen Regelversorgung mit freier Arztwahl, der zweite Tarif ermöglicht Überweisungen zum Facharzt nur durch den Hausarzt und der dritte Tarif basiert auf der Kostenerstattung. Zudem sprach man sich für die Einrichtung eines Gesundheitsrates aus.

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Viele gesetzlich Versicherte müssen mit Zusatzbeiträgen rechnen

Dienstag Mai 12, 2009
Die Krankenversicherung dürfte für mehrere Millionen Kassenpatienten teurer werden, denn für Juli werden die ersten Zusatzbeiträge erwartet. Betroffen sind Mitglieder von 16 Krankenkassen. Rund vier Millionen Versicherte können dagegen mit der Auszahlung einer Prämie rechnen.

Seit der Einführung des Gesundheitsfonds Anfang des Jahres bekommen die fast 200 gesetzlichen Krankenkassen ihr Geld aus diesem zugewiesen und müssen sehen, wie sie damit zurechtkommen. Reicht der Summe nicht, dürfen sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser darf allerdings maximal ein Prozent vom Bruttoeinkommen des Einzelnen betragen.

Viele große Versicherer wollen ihre Mitglieder aber nicht mit zusätzlichen Beiträgen belasten und deshalb 2009 auf einen Zusatzbeitrag verzichten, solange sie mit dem Geld aus dem Fonds über die Runden kommen. Bei anderen Krankenkassen ist es dagegen noch nicht abschätzbar, ob zum 1. Juli ein Zusatzbeitrag erhoben wird.

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Diskussionen um die gesetzliche Krankenversicherung

Mittwoch Apr 15, 2009
Wenn es nach Fritz Beske, dem Leiter des Instituts für Gesundheits-System-Forschung (IGSF) ginge, würde die Praxisgebühr schon längst der Vergangenheit angehören. Er fordert eine Reformation der gesetzlichen Krankenversicherung und hält es für sinnvoller, wenn die zehn Euro beispielsweise erst beim 4. Besuch im Quartal fällig wären. Krankenkassen sollten seiner Meinung nach dagegen nur noch eine Grundversorgung übernehmen und Patienten Zusatzleistungen selbst begleichen.

Der Vorschlag erntet allerdings heftige Kritik und auch Gesundheitsministerin Schmidt äußerte sich kritisch. Nach den Vorschlägen von Beske müssen Kassenpatienten künftig nämlich noch tiefer in die Tasche greifen und in vielen Fällen mehr selbst zahlen.

Die Selbstbeteiligung will Beske von 10 auf 20 Euro anheben und auch chronisch Kranke mehr zur Kasse bitten. Die Belastungsgrenze von einem Prozent des Jahreseinkommens soll auf zwei Prozent erhöht werden und würde somit 6,31 Millionen Menschen betreffen, die bisher von den Zuzahlungen befreit waren.

Mehr zahlen für weniger Leistung. Seit der Anhebung des Beitragssatzes ist dies längst keine Utopie mehr. Einen Herr Beske dürfte dies aber sicher nicht interessieren.

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Beiträge zur Krankenversicherung ab 2010 stärker steuerlich absetzbar

Mittwoch Mrz 4, 2009
Was lässt sich die Bundesregierung nicht alles einfallen. Erst wird der beschlossene Einheitssatz für die GKV von 15,5 % bald auf 14,9 % gesenkt und nun sollen ab dem Jahr 2010 auch noch die Beiträge für die gesetzliche und private Krankenversicherung in einem größeren Umfang steuerlich absetzbar sein. Das würde eine jährliche Entlastung von rund 9,3 Milliarden Euro bedeuten.

Nachdem schon seit etlichen Jahren über dieses Thema diskutiert wird, liegt nun endlich ein Entwurf vor. Ab 2010 sollen gesetzlich Versicherte demnach ihren Eigenanteil an den Beiträgen und der Pflegepflichtversicherung nahezu komplett steuerlich geltend machen können. Privat Versicherte haben dazu ebenfalls die Möglichkeit, allerdings gibt es für spezielle Tarifbausteine keinen Steuerrabatt. Maßgeblich sind die Leistungen und Beiträge der GKV.

Die Grenze für die steuerliche Absetzbarkeit, die bisher bei 1.500 Euro/Jahr (Arbeitnehmer) und 2.400 Euro/Jahr (Selbständige) lag, fällt demnach ab 2010 weg.

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Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung sinkt auf 14,9 %

Dienstag Jan 13, 2009
Die Folgen der Finanzkrise haben fast niemanden verschont. Um das Ganze ein wenig abzumildern, hat sich die Regierung deshalb zu einem Konjunkturpaket entschieden und so viel Geld wie nie zuvor in die Hand genommen: 50 Milliarden Euro für 2009 und 2010!

Das Konjunkturpaket II soll allen zu Gute kommen. Auch den Kleinsten. Deswegen bekommen Eltern vom Staat für jedes Kind einen einmaligen Bonus von 100 Euro. Besonders Familien mit einem geringen Einkommen sollen davon profitieren. Mit den Zahlungen ist im März oder April zu rechnen.

Auch die gesetzliche Krankenversicherung erfährt eine Neuerung: Der erst kürzlich festgelegte, einheitliche Beitragssatz von 15,5 % wird um 0,6 Prozentpunkte auf 14,9 % gesenkt, damit Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen entlastet werden. Auch Rentner profitieren von der Beitragssenkung. Die Regierung verspricht sich von den Senkungen zudem eine positive Wirkung auf dem Arbeitsmarkt.

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Der Gesundheitsfonds rückt näher

Freitag Dez 26, 2008
In wenigen Tagen startet im deutschen Gesundheitswesen ein umstrittenes Experiment: Der Gesundheitsfonds, in den Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Staat einzahlen. Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen müssen demnach ab dem 1. Januar 2009 den einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent plus eventuelle Zusatzbeiträge zahlen.

Die Versprechen von CDU und SPD Kosten zu senken, scheinen längst vergessen. Mit 15,5 Prozent zahlen rund 9 von 10 gesetzlich Versicherten mehr als vorher. Die Kassen haben ihre Finanzhoheit eingebüßt, die Beitragshöhe legt künftig die Bunderegierung fest. Für jeden Versicherten gibt es einen Pauschalbetrag von 185,64 Euro, von dem je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand Zu- oder Abschläge berechnet werden.  Krankenkassen mit vielen Versicherten, die an behandlungsintensiven und teuren Krankheiten leiden, erhalten also mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds als andere.

Aktuell machen die Kassen großspurig Eigenwerbung, indem sie angeben ohne Zusatzbeiträge ins neue Jahr zu starten. Noch wissen sie auch nicht, wie sie mit dem Geld zurechtkommen werden. Frühestens nach dem ersten Quartal werden hier Bilanzen und dann wahrscheinlich auch weitere Kosten für Arbeitnehmer (bis zu 8% Zusatzbeitrag können ohne Einkommensprüfung von Arbeitnehmern erhoben werden) möglich sein. Es kann aber auch anders gehen: Kassen, die besonders gut wirtschaften, können an ihre Mitglieder Prämien auszahlen. Beste Chancen hat hier wohl die AOK, die mit rund 800.000 Versicherten die größte gesetzliche Kasse im Land ist.

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Qualität der gesetzlichen Krankenversicherung lässt nach

Donnerstag Nov 20, 2008
Das zeigt ein umfangreicher Vergleich. Nur jeder dritte GKV-Versicherte ist mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung zufrieden, während PKV-Versicherte sich einig sind, dass die PKV ein hohes Qualitätsniveau bietet.

Nichts Neues: Über die Hälfte der PVK-Versicherten ist höchst zufrieden, sowohl mit Leistung als auch Beitragsniveau, während Versicherte gesetzlicher Kassen immer höhere Beiträge für weniger Leistung und Qualität zahlen müssen. Der Gesundheitsfonds, der ab 2009 startet, trägt da nicht gerade zur Besserung bei. Ganz im Gegenteil: Viele GKV-Versicherte müssen nun noch mehr bezahlen. Dabei wünscht sich der Großteil der GKV-Versicherten vor allem eine höhere Qualität der medizinischen Leistungen. Besserer Service und ein umfangreicheres Leistungsangebot stehen auf Platz 2 und 3.

Immer mehr Versicherte sehen in der PKV das bessere Versicherungssystem. Hier kann sich jeder seinen Versicherungsschutz individuell zusammenstellen und aus einem breiteren Leistungskatalog wählen. Über 70% der gesetzlich Versicherten und der Privatversicherten sind deshalb für eine Aufhebung der Zulassungsbeschränkungen für die PKV, damit der Zugang leichter wird.

Weitere Details zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Einheitlicher Beitragssatz für alle gesetzlichen Kassen steht fest

Montag Okt 20, 2008
Die Bundesregierung hat sich am 5. Oktober auf die Höhe des Beitragssatzes geeinigt, den künftig alle gesetzlich Versicherten im Zuge der Einführung des Gesundheitsfonds zahlen müssen: 15,5 % sind vorgesehen und treten zum 1. Januar 2009 in Kraft. Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum bisherigen Durchschnittswert von knapp 14,8 %
Doch die 15,5% sind voraussichtlich noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Die Krankenkassen legen ihre Beiträge in Zukunft nicht mehr selbst fest, sondern lassen der Politik den Vortritt. Wenn das Geld im Fonds nicht ausreicht, werden die Versicherten erneut zur Kasse gebeten und müssen Differenzen mit Zusatzbeiträgen ausgleichen. Im Monat kommen da schnell ein paar Euro zusammen

Der gesetzliche Versicherungsschutz wird im neuen Jahr aber nicht nur deutlich teurer, auch der Wettbewerb bleibt auf der Strecke. Schließlich ist es egal, bei welcher Kasse man die 15,5 % zahlt. Einziger Anreiz bleiben Bonusprogramme oder Hausarzttarife

Es scheint schon jetzt fast absehbar, dass auch die festgelegten 15,5 % nicht lange ausreichen werden und es zu weiteren Erhöhungen kommt

Mehr über die gesetzliche Krankenversicherung

Wechselbereitschaft bei den gesetzlichen Krankenkassen steigt

Mittwoch Okt 8, 2008
Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass immer mehr Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen zu einem Kassenwechsel bereit sind, wenn durch den Gesundheitsfonds bei den Kassen ein Zusatzbeitrag verlangt werden sollte. Rund 1000 Menschen zwischen 16 und 65 Jahren wurden zu diesem Thema befragt.

Ausschlaggebend für die Studie und die aktuelle Diskussion ist der bereits erwähnte Gesundheitsfond. Bis zum Ende des Jahres wird für alle gesetzlichen Kassen ein Einheitsbetrag festgelegt und ab dem 1. Januar 2009 zahlen dann alle Mitglieder den gleichen Beitragssatz. Geld erhalten die Kassen aus dem Gesundheitsfond. Es wird nach einem speziellen Schlüssel verteilt und sollten die Kassen mit diesem Betrag nicht auskommen, können sie einen Zusatzbeitrag verlangen. Es kann aber auch sein, dass es zu einem Überschuss kommt und die Mitglieder eine gewisse Summe erstattet bekommen.

Viele wissen noch nicht, wie sie mit dieser Meldung umgehen sollen und stehen dem Gesundheitsfond skeptisch gegenüber. Die größte Befürchtung ist, dass der künftige Einheitsbetrag deutlich über dem jetzigen Beitragssatz liegen wird.

Hier erfahrt Ihr mehr zu gesetzlichen Krankenversicherung.

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